Programm der Uwe-Johnson-Tage 2021

Die UWE JOHNSON-TAGE 2021 finden vom 20. September bis zum 28. Oktober statt.

Wir laden Sie herzlich ein zur Veranstaltungsreihe der Mecklenburgischen Literaturgesell­schaft e.V. und der Barlachstadt Güstrow gemeinsam mit dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg KdöR und der Gentz und Partner Rechtsanwälte Steuerberaterin mbB.

PROGRAMM (hier als PDF abrufbar)

Montag, 20. September 2021, 19.00 Uhr – Regionalbibliothek, Marktplatz 1, 17033 Neubrandenburg

Eröffnung der Uwe Johnson Tage 2021 durch Prof. Dr. Carsten Gansel, Mecklenburgische Literaturgesellschaft e.V., und Dr. Tilman Wesolowski, Uwe Johnson-Bibliothek Güstrow

„Die Große Hamburger Straße“ – Lesung und Gespräch mit Irina Liebmann, Uwe Johnson-Preisträgerin 2020

Moderation: Dr. Gundula Engelhard


Dienstag, 21.
 September 2021, 19.30 Uhr – Uwe Johnson-Bibliothek Güstrow, Am Wall 2, 18273 Güstrow

„Die Große Hamburger Straße“ – Lesung und Gespräch mit Irina Liebmann, Uwe Johnson-Preisträgerin 2020

Moderation: Dr. Tilman Wesolowski

„Gedächtnis und Erinnerung sind zentrale Achsen im Gesamtwerk von Irina Liebmann, in dem es nach Reportagen und Hörspielen mit ‚Berliner Mietshaus‘ (1982) ein vielbeachtetes Prosadebüt gab. Von Beginn an ging es ihr darum zu erzählen, ‚wie etwas wirklich ist‘. Damit waren schon früh Koordinaten für eine Poetologie gelegt, die Bezüge zu der von Uwe Johnson haben. Es geht nämlich immer auch darum, ‚Herkunft, kenntlich zu machen‘ und ‚in Kenntnis (zu) leben‘. Dazu hat Irina Liebemann sich immer wieder auf eine akribische Spurensuche begeben. … Es werden Töne in Moll und Dur angeschlagen und Zeit-Schwingungen erzeugt, die Vergangenes und Gegenwärtiges verbinden. Entstanden ist ein Roman in Bildern, und mitunter ähnelt die Sprache einem Prosagedicht.“ (aus der Begründung der Jury)

Irina Liebmann, geboren in Moskau, lebt in Berlin. Seit 1975 freie Autorin, schrieb sie Poeme, Hörspiele, Theaterstücke und Prosa. Nach „In Berlin“ und „Die freien Frauen“ ist „Die Große Hamburger Straße“ ihr dritter Roman über die Verknüpfung unterschiedlicher Zeitebenen. Irina Liebmann wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Berliner Literaturpreis (1998), dem Preis der Leipziger Buchmesse (2008) und dem Preis Von Autoren für Autoren des Lübecker Literaturtreffens (2015).


Mittwoch, 22.
 September 2021, 19.00 Uhr – Regionalbibliothek, Marktplatz 1, 17033 Neubrandenburg

„Vierunddreißigster September“ – Lesung und Gespräch mit Angelika Klüssendorf

Moderation: Carsten Gansel


Donnerstag, 23.
 September 2021, 19.30 Uhr – Uwe Johnson-Bibliothek Güstrow, Am Wall 2, 18273 Güstrow

„Vierunddreißigster September“ – Lesung und Gespräch mit Angelika Klüssendorf

Moderation: Dr. Tilman Wesolowski

Ein Dorf in Ostdeutschland: Walter, ein zorniger Mann, erschlagen in der Silvesternacht von Hilde, der eigenen Frau. Nur kurz vor seinem Ende war er plötzlich sanft

und ihr zugewandt. Dann ein Friedhof: Die Toten studieren die Lebenden. Walter wird zum Chronisten, sieht sich dazu verdammt, die Schicksale im Dorf festzuhalten. Und er fragt nach dem Warum. Was war der Grund für Hildes Tat? Geschah es aus Hass oder aus Barmherzigkeit? „Vierunddreißigster September“ ist ein berührender Roman, der Abgründe auslotet, er kommt den Menschen so nah, dass es schmerzt. Aus Angelika Klüssendorfs Sprache strahlt eine große Kraft, sie ist präzise und voll tiefschwarzer Komik.

Angelika Klüssendorf, geboren 1958 in Ahrensburg, lebte von 1961 bis zu ihrer Übersiedlung 1985 in Leipzig; heute wohnt sie auf dem Land in Mecklenburg. Sie veröffentlichte mehrere Erzählbände und Romane und die von Kritik und Lesepublikum begeistert aufgenommene Roman-Trilogie „Das Mädchen“, „April“ und „Jahre später“, deren Einzeltitel alle für den Deutschen Buchpreis nominiert waren und zweimal auch auf der Shortlist standen. Zuletzt wurde sie mit dem Marie Luise Kaschnitz-Preis (2019) ausgezeichnet.


Freitag, 24.
 September 2021, 19.00 Uhr – Schauspielhaus/Probebühne, Pfaffenstraße 22, 17033 Neubrandenburg

Verleihung des Uwe Johnson-Förderpreises an Benjamin Quaderer für seinen Roman „Für immer die Alpen“

Laudatio: Cornelia Geißler, Berliner Zeitung

Lesung und Gespräch mit dem Preisträger – Moderation: Michael Hametner


Dienstag, 28.
 September 2021, 19.00 Uhr – Stadtarchiv, Marktplatz 1 (Eingang Darrenstraße), 17033 Neubrandenburg

„Das Erbe sind wir. Warum die DDR-Journalistik zu früh beerdigt wurde. Meine Geschichte“ – Lesung und Gespräch mit Michael Meyen

Moderation: Prof. Dr. Carsten Gansel

Michael Meyen erzählt in diesem Buch drei Geschichten: die Geschichte der Journalistenausbildung in der DDR, die Geschichte der Kommunikationswissenschaft in der westlichen Welt und seine eigene Geschichte, die eng mit den ersten beiden Geschichten verbunden ist. Der Autor ist 1988 nach Leipzig gekommen, um Parteijournalist zu werden – 30 Jahre später zeigt sich: Die Vergangenheit weigert sich hartnäckig zu verschwinden. Die Sektion Journalistik steht pars pro toto für den Umgang mit dem Erbe der DDR. Hier ist ein Paradigma entsorgt worden, das Forschung und Berufspraxis verbunden hat und heute helfen könnte, die Redaktionen aus der Umklammerung der Politik zu befreien oder von den Zwängen einer kommerziellen Medienlogik, für die Aufmerksamkeit alles ist und alles andere nichts.

Michael Meyen, Prof. Dr., Jahrgang 1967, studierte an der Sektion Journalistik und hat dann in Leipzig alle akademischen Stationen durchlaufen: Diplom (1992), Promotion (1995), Habilitation (2001). Parallel arbeitete er als Journalist (MDR info, Leipziger Volkszeitung, Freie Presse). Seit 2002 ist Meyen Professor am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Forschungsschwerpunkte sind Medienrealitäten, Kommunikations- und Fachgeschichte sowie Journalismus.


Dienstag, 12.
 Oktober 2021, 19.00 Uhr – Stadtarchiv, Marktplatz 1 (Eingang Darrenstraße), 17033 Neubrandenburg

„Die Jahre der wahren Empfindung. Die 70er – Eine wilde Blütezeit der deutschen Literatur“ – Lesung und Gespräch mit Helmut Böttiger

Moderation: Dr. Gundula Engelhard

Die 70er Jahre waren ganz anders. Gerade die Parole vom „Tod der Literatur“, die mit der Nummer 15 des „Kursbuchs“ 1968 verbunden wurde, löste eine nach allen Seiten hin wuchernde und wilde Blütezeit der Literatur aus! Überall wurden kleine alternative Literaturzeitschriften, Verlage und Buchhandlungen gegründet, für die Hoch- und Subkultur keine Gegensätze mehr waren. Eine neue Generation begann

nach unterdrückten Gefühlen, nach Freiräumen für die eigene Subjektivität zu suchen. Helmut Böttiger zeichnet ein differenziertes, bunt schillerndes Bild der politischen, kulturellen und literarischen Prozesse dieses Jahrzehnts zwischen Aufbruch und Desillusionierung.

Helmut Böttiger, geb. 1956, studierte Germanistik und Geschichte in Freiburg. Seit 2002 arbeitet er als freier Autor, Literaturkritiker und Essayist. 2013 erhielt er für sein Buch „Die Gruppe 47“ den Preis der Leipziger Buchmesse im Bereich Sachbuch. Im Wallstein Verlag veröffentlichte er „Celan am Meer“ (2017) und gab „Doppelleben. Literarische Szenen aus Nachkriegsdeutschland“ (2009) sowie „Geistesgegenwärtig. Szenen einer deutschen Kulturgeschichte“ (2015) heraus.


Donnerstag, 28.
 Oktober 2021, 19.00 Uhr – Regionalbibliothek, Marktplatz 1, 17033 Neubrandenburg

Hans Fallada: „Warnung vor Büchern. Erzählungen und Berichte“ – Vorstellung und Gespräch mit dem Herausgeber Carsten Gansel

Moderation: Dr. Gundula Engelhard

Im Frühjahr hat der Literaturwissenschaftler Carsten Gansel „Warnung vor Büchern“ herausgegeben und mit einem profunden Nachwort versehen. Der Band ermöglicht, Neues von Hans Fallada zu entdecken. Die hier versammelten Anekdoten, Berichte, Erzählungen und Reden, die von der Mitte der 1920er Jahre bis zu seinem Tod 1947 reichen, sind zum Teil wenig bekannt oder noch gänzlich unveröffentlicht. Sie offenbaren, in welchem Maße der Autor ein einzigartiges Gespür für soziale Problemlagen entwickelt, sensibel Wirklichkeit beobachtet und künstlerische Mittel findet, um mit wenigen Strichen welthaltige Geschichten zu entwerfen – humorig, ironisch, manchmal auch sarkastisch. Falladas Glaube an die „Anständigkeit des Menschen“ zeigt sich dabei jedoch stets unerschütterlich.

Carsten Gansel ist Professor für Neuere deutsche Literatur und Germanistische Literatur- und Mediendidaktik an der Univer­sität Gießen.

Benjamin Quaderer ©Jens Oellermann

Benjamin Quaderer erhält den Uwe-Johnson-Förderpreis 2021

Der mit 5.000 Euro dotierte Uwe-Johnson-Förderpreis 2021 wird Benjamin Quaderer für seinen Roman »Für immer die Alpen« (Luchterhand Literaturverlag) verliehen. Die fünfköpfige Jury wählte aus einer Vielzahl an eingesandten Debüts aus den Bereichen Prosa und Essayistik den diesjährigen Preisträger aus. Die feierliche Preisverleihung findet im Rahmen der Uwe-Johnson-Tage am Freitag, dem 24. September 2021, um 19:00 Uhr im Schauspielhaus Neubrandenburg statt.

Die Jury begründet ihre Entscheidung für Benjamin Quaderer folgendermaßen:

Der Roman stellt eine überragende literarische Leistung dar, die sich vor allem in der Komplexität der verwendeten Mittel zeigt und als Leistung eines Debütanten staunen macht. Unterschiedliche Darstellungsweisen werden ganz im Sinne von Uwe Johnson in einer Weise eingesetzt, dass die Geschichte sich „die Form auf den Leib gezogen“ hat. Benjamin Quaderer gelingt es, eine im Kern verbürgte und medial dokumentierte Lebensgeschichte einer authentischen Person vollständig in eine literarische Fiktion, mithin in Literatur zu „überführen“. Der am Ende des Romans gegebene „Rechtliche Hinweis“, mit dem der Autor für sich die Form des Romans gegen reales Geschehen in Anspruch nimmt, ist überzeugend eingelöst. Über seine im besten Sinne artistische Darstellung macht der Autor aus einem Kriminalfall einen Schelmenroman, der die Geschichte der Erzählerfigur konsequent mit genauso viel Witz wie Ernst in den Konflikt zwischen Hochstapler und Whistleblower bringt. Wenn der Roman – wie im Text ausgewiesen – einem Satz von Jorge Louis Borges folgt, wonach „die Identität eines Menschen in seiner Erinnerung liegt“, überzeugt die „innere Wahrheit“ von „Für immer die Alpen“. Johann Kaiser, die Hauptfigur, wird sich unter Bezug auf die Geschichte des Weltumseglers James Cook bewusst, was geschieht, „wenn man seiner Geschichte beraubt wird“. Er sieht sich gezwungen, Verfälschungen zu korrigieren und durch das Erzählen der Geschichte die Deutungshoheit über das eigene Leben zurückzugewinnen. Dass dabei über Erinnerungen eine ‚Wahrheit‘ konstruiert wird, korrespondiert mit Uwe Johnsons literarischem Verständnis, der von „Tricks der Erinnerung“ spricht und seine Person Gesine aus den „Jahrestagen“ hoffen lässt, dass das „Gedächtnis das Vergangene doch fassen könnte in Formen, mit denen wir Wirklichkeit einteilen!“ Benjamin Quaderers Erzähler macht in diesem Zusammenhang eine Maxime stark, die für das Schreiben gilt und den Prozess der Erschaffung von Welten so faszinierend macht. Für einen Schriftsteller ist eine „ungewisse Faktenlage nicht weiter schlimm“, denn er „kann auf seinem Gedächtnis aufbauend ja einfach erfinden“. Die Anmutung, sich mit seiner Johann-Kaiser-Biografie im Umfeld einer medienbewährten Sensationsstory zu bewegen, konterkariert der Autor durch den Einsatz eines unzuverlässigen Erzählers, was ein genaues Lesen notwendig macht. Die Geschichte, die Benjamin Quaderer erzählt, führt hinein in Gegenwärtiges, schärft den Blick auf Wirklichkeit und motiviert die Leser gerade durch die Zuspitzung und Verfremdung der Uwe-Johnson-Frage nachzugehen: „Aber wollen wir so leben? Stimmt das?“

Der Jury gehören an: Gundula Engelhard (Geschäftsführerin der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft), Carsten Gansel (Professor für Neuere deutsche Literatur und Germanistische Literatur- und Mediendidaktik an der Universität Gießen; Sprecher der Jury), Michael Hametner (ehemals leitender Literaturredakteur und Moderator bei MDR FIGARO), René Strien (ehemaliger Geschäftsführer des Aufbau Verlages und seit 2018 Geschäftsführer des OKAPI Verlages Berlin) und Almut Thölking-Baulig (Leiterin der Kulturredaktion im NDR Landesfunkhaus Mecklenburg-Vorpommern).

Für den Uwe-Johnson-Förderpreis konnten Autorinnen und Autoren oder deren Verlage bis zum 1. März 2021 seit Anfang April 2019 veröffentlichte oder noch unveröffentlichte Arbeiten aus den Bereichen Prosa und Essayistik einreichen. Der Förderpreis würdigt herausragende literarische Erstlingswerke, in denen sich Anknüpfungspunkte zur Poetik Uwe Johnsons finden und deren Blickwinkel unbestechlich und jenseits »einfacher Wahrheiten« auf die deutsche Geschichte, Gegenwart und Zukunft gerichtet ist.

2005 wurde der Uwe-Johnson-Förderpreis erstmals verliehen. Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger sind Arno Orzessek (2005), Emma Braslavsky (2007), Thomas Pletzinger (2009), Judith Zander (2011), Matthias Senkel (2013), Mirna Funk (2015), Shida Bazyar (2017) und Kenah Cusanit (2019).

Der mit 5.000 Euro dotierte Uwe-Johnson-Förderpreis wird von der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft e.V. in Neubrandenburg gemeinsam mit dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg KdöR und der Berliner Kanzlei Gentz und Partner im jährlichen Wechsel mit dem Uwe-Johnson-Literaturpreis vergeben.

Foto: Jens Oellermann

Programm der Uwe-Johnson-Tage 2020

Die UWE JOHNSON-TAGE 2020 finden vom 24. September bis 29. Oktober statt.

Wir laden Sie herzlich ein zur Veranstaltungsreihe der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft e.V. und der Barlachstadt Güstrow gemeinsam mit dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg KdöR und der Gentz und Partner Rechtsanwälte Steuerberaterin mbB.

 

PROGRAMM (hier als PDF einsehbar)

Donnerstag, 24. September 2020, 19.30 Uhr Uwe Johnson-Bibliothek, Am Wall 2, 18273 Güstrow

Eröffnung der Uwe Johnson Tage 2020 durch DR. Gundula Engelhard, Mecklenburgische Literaturgesellschaft e.V., und DR. Tilmann Wesolowski, Uwe Johnson-Bibliothek Güstrow

„Besondere Mischungsverhältnisse?“ – Uwe Johnson und die Deutschen in Ost und West vor und nach 1989 Gespräch und Romanlesung mit der Schriftstellerin Kathrin Gerlof sowie dem Verleger und Autor Tom Müller

Moderation: Dr. Tilmann Wesolowski, Uwe Johnson-Bibliothek

Mit Kathrin Gerlof und Tom Müller sind nicht nur ein/e Vertreter/in der Vor- und Nachwendegeneration zu Gast, sondern als Journalistin eine aufmerksame Beobachterin des Zeitgeschehens und als Verleger ein profunder Kenner der Literaturlandschaft. Beachtung fanden beide auch mit ihren Romanen: Gerlofs „Nenn mich November“ wurde schon mit Johnsons „Mutmassungen über Jakob“ verglichen, Müllers Debütroman „Die jüngsten Tage“ für den aspekte Literaturpreis nominiert. Beide lesen aus ihren Romanen und sprechen über die „Mischungsverhältnisse“ und den Blick der Autoren auf die Deutschen vor und nach 1989.

 

Montag, 28. September 2020, 19.30 Uhr – Uwe Johnson-Bibliothek, Am Wall 2, 18273 Güstrow

„Babel“ – Lesung mit Kenah Cusanit, Uwe Johnson-Förderpreisträgerin 2019

Moderation: Dr. Tilmann Wesolowski, Uwe Johnson-Bibliothek

Die Autorin schildert in ihrem Roman einen einzigen Tag im Leben von Robert Koldewey, der sich 1913 in der Nähe von Bagdad befindet. Koldewey agiert als Grabungsleiter des Ortes, der mit der Legende vom Turm zu Babel und vom Glanz Nebukadnezars aufgeladen ist.

Kenah Cusanit sucht sich ganz im Sinne von Walter Benjamin behutsam und umsichtig einer „verschütteten Vergangenheit“ zu nähern, um auf diese Weise – wie Uwe Johnson – unter die „äussere Kruste des Gewesenen“ zu gelangen. Mit ihrem Roman öffnet Kenah Cusanit einen in der Literatur selten betretenen historischen Raum, bei dem es um nicht weniger denn um eine neue Bewertung des Beitrags zur Zivilisation von Orient und Okzident geht.

 

Dienstag, 29. September 2020, 19.00 Uhr – Regionalbibliothek, Marktplatz 1, 17033 Neubrandenburg

„Babel“ – Lesung mit Kenah Cusanit, Uwe Johnson-Förderpreisträgerin 2019

Moderation: Dr. Gundula Engelhard, Mecklenburgische Literaturgesellschaft

In der Begründung der Jury heißt es: „Von seinem Krankenlager aus blickt der Archäologe Robert Koldewey über den Euphrat, die immer mehr ausufernden Grabungen und denkt über Fragen von Wahrnehmung, Vergänglichkeit, Fotografie oder über die Größe der Frauen nach. Zunehmend wird dem Leser klar, dass hier zwischen akribisch verzeichneten Korrespondenzen und den burlesken Details zeitgenössischer Museumspolitik existenzielle Fragen des Menschseins verhandelt werden. In besonderer Weise gelingt es der Autorin historisches Wissen und Sprachkraft mit Witz und Humor zu verbinden.“

 

Dienstag, 6. Oktober 2020, 19.00 Uhr – Regionalbibliothek, Marktplatz 1, 17033 Neubrandenburg

Tschingis Aitmatow zwischen Ost und West, Nord und Süd –Vortrag und Gespräch mit IRMTRAUD GUTSCHKE

Moderation: Dr. Gundula Engelhard, Mecklenburgische Literaturgesellschaft

Er war ein Schriftsteller von Weltgeltung, doch las man ihn in Dresden anders als in München, in Moskau anders als in der damaligen kirgisischen Hauptstadt Frunse, und in Scheker, dem Ort seiner Geburt, hatte man ein ganz eigenes Bild von ihm. Die Türkei hat ihn für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen. In Kirgistan heute gilt er fast schon als Nationalheiliger. Was würde er davon halten? Wie sah er sich selbst inmitten so unterschiedlicher Ansprüche?

Irmtraud Gutschke promovierte 1976 nach dem Studium der Slawistik und Anglistik zum Thema „Mensch und Natur im Schaffen Tschingis Aitmatows“. Von Mitte der 1970er Jahre bis 2018 war sie Literaturredakteurin bei der Tageszeitung „Neues Deutschland“. 1986 veröffentlichte sie den Essayband „Menschheitsfragen, Märchen, Mythen. Zum Werk Aitmatows“. Später folgten drei erfolgreiche Gesprächsbände: „Hermann Kant. Die Sache und die Sachen“, „Eva Strittmatter. Leib und Leben“ und „Gisela Steineckert. Das Leben hat was“.

 

Freitag, 9. Oktober 2020, 18.00 Uhr – Vertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund, In den Ministergärten 3, Berlin

 Verleihung des Uwe Johnson-Literaturpreises an IRINA LIEBMANN für ihren Roman „Die Große Hamburger Straße“

Laudatio: Jens Sparschuh, Schriftsteller, Berlin

Verleihung des Preises durch Markus Frank, Gentz und Partner Rechtsanwälte Steuerberaterin mbB; Carsten Gansel, Mecklenburgische Literaturgesellschaft e.V., und Katrin Raczynski, Vorstand Humanistischer Verband Berlin-Brandenburg KdöR

 

Montag, 12. Oktober 2020, 19.00 Uhr – Regionalbibliothek, Marktplatz 1, 17033 Neubrandenburg

 „Wir selbst“ von Gerhard Sawatzky –Lesung und Gespräch mit Prof. Dr. Carsten Gansel

Moderation: Dr. Gundula Engelhard, Mecklenburgische Literaturgesellschaft

Gerhard Sawatzkys großer Gesellschaftsroman „Wir selbst“ (1938/2020) erzählt von einer untergegangenen Welt, von der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Wolgadeutschen (1918–1941). Sein Autor galt als wichtigster Literat der Wolgadeutschen, er wurde verhaftet, zu Zwangsarbeit verurteilt und starb in einem Lager in Sibirien, das Buch wurde verboten und vernichtet. Doch seiner Witwe gelang es 1944, bei der Deportation nach Sibirien das Urmanuskript zu retten. In einer deutschsprachigen Zeitschrift in der Sowjetunion wurden – allerdings be­arbeitet und zensiert – in den achtziger Jahren Teile des Buches abgedruckt. Carsten Gansel hat nun das Urmanuskript in Russland aufgespürt. Sawatzkys Buch ist ein höchst bedeutendes Zeitzeugnis, das zudem durch Carsten Gansels umfangreiches Nachwort über den Autor, die Geschichte des Manuskripts und die deutsche Wolgarepublik ergänzt und erschlossen wird.

 

Mittwoch, 14. Oktober 2020, 19.00 Uhr – Stadtarchiv, Marktplatz 1 (Eingang Darrenstraße), 17033 Neubrandenburg

Buchpremiere: „Beichte. Ein Lebensbericht“ von Werner Lindemann – Gitta Lindemann und Herausgeber Carsten Gansel stellen den Text aus dem Nachlass des Autors vor.

„Beichte“ ist das erste Buch der neuen Reihe „Literarische Entdeckungen“ beim OKAPI Verlag Berlin. Werner Lindemann gehörte in der DDR zu den renommierten Autoren, der vor allem durch seine Lyrik für Kinder einen großen Leser- und Fankreis erreichte. Neben zahlreichen Lyrikbänden entstand in den 1980er Jahren auch Prosa, darunter die Geschichtensammlungen „Aus dem Drispether Bauernhaus“ und „Die Roggenmuhme“. 1988 erschien „Mike Oldfield im Schaukelstuhl. Notizen eines Vaters“.

Die autobiographisch grundierte Geschichte „Beichte“ führt die Leser zurück in die letzten Tage des Zweiten Weltkrieges und die ersten Monate des Friedens. Das Erzählen wechselt zwischen Erinnerungen an die Kindheit, an die Schrecknisse des Krieges sowie den Zeiten des Neuanfangs. Dieser Teil der Erzählung zeichnet den Weg des jungen Will bis zum Studium nach. Der Band wird ergänzt durch ein umfangreiches Gespräch mit Gitta Lindemann.

 

Donnerstag, 22. Oktober 2020, 19.00 Uhr – Stadtarchiv, Marktplatz 1 (Eingang Darrenstraße), 17033 Neubrandenburg

„Wie ich meine Zeitung verlor: Ein Jahrebuch“ –Lesung und Gespräch mit Birk Meinhardt

Moderation: Prof. Dr. Carsten Gansel, Mecklenburgische Literaturgesellschaft

Birk Meinhardt, geboren 1959 in Berlin-Pankow, studierte Journalistik in Leipzig und war Sportjournalist (u.a. „Wochenpost“, „Junge Welt“, „Tagesspiegel“) und von 1992 bis 1996 bei der „Süddeutschen Zeitung“. Für Letztere schrieb er von 1996 bis 2012 Reportagen, die auf der wichtigen Seite 3 erschienen und für die er 1999 und 2001 mit dem Kisch-Preis ausgezeichnet wurde. Seit 2013 ist er freiberuflich und lebt er als Schriftsteller in Berlin. Für seinen Roman „Brüder und Schwestern. Die Jahre 1973 bis 1989“ erhielt er den Stahl-Literaturpreis 2013 und wurde für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Der zweite Teil, „Brüder und Schwestern. Die Jahre 1989 bis 2001“, erschien 2017.

Birk Meinhardts „Jahrebuch“ gibt Einblick in das Funktionieren einer großen deutschen Tageszeitung. Er erzählt davon, wie nach erfolgreichen Jahren eine zunehmende Entfremdung entsteht, die ihre Ursache nicht zuletzt darin hat, dass das Spektrum der Meinungsäußerungen enger zu werden scheint. Meinhardts Text liefert eine kritische Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Entwicklungen.

 

Donnerstag, 29. Oktober 2020, 19.00 Uhr – Stadtarchiv, Marktplatz 1 (Eingang Darrenstraße), 17033 Neubrandenburg

„Der Schmerz des Westens. Deutschlands systemisches Erbe“ – Lesung und Gespräch mit Detlef Stapf

Moderation: Prof. Dr. Carsten Gansel, Mecklenburgische Literaturgesellschaft

Detlef Stapf war mehr als zwei Jahrzehnte Feuilletonchef des „Nordkurier“. Er ist ein ausgewiesener Kenner der Bildenden Kunst. Im Vorjahr erschien von ihm die erste große Biographie zu Caspar David Friedrich, die als Ereignis bezeichnet wurde. „Endlich wissen wir, wer der ,Wanderer über dem Nebelmeer‘ auf Caspar David Friedrichs Gemälde ist und wofür das ,Kreuz im Gebirge‘ eigentlich gedacht war.“ (Frank Pergande, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

In seinem Essay „Der Schmerz des Westens“ versucht Detlef Stapf im 30. Jahr der deutschen Einheit eine systemtheoretische Anatomie des Vereinigungsprozesses. Dabei wird die ostdeutsche Gesellschaft nicht als Problem, sondern eher als reaktives Gebilde westdeutscher Politik betrachtet. Der Text reicht weit über die üblichen Erklärungsstereotype hinaus, weil er die Beziehungen zwischen den beiden deutschen Teilgesellschaften in ein historisches Kontinuum bettet und zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten der deutschen Demokratie in den Blick nimmt.

 

Die Mecklenburgische Literaturgesellschaft und die Barlachstadt Güstrow danken dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern, dem Kulturamt der Stadt Neubrandenburg, dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg KdöR und Gentz und Partner Rechtsanwälte Steuerberaterin mbB für die Förderung der Uwe-Johnson-Tage.

Programm der Uwe-Johnson-Tage 2019

Die UWE-JOHNSON-TAGE 2019 finden vom 19. September bis zum 22. Oktober 2019 statt.

Wir laden Sie herzlich ein zur Veranstaltungsreihe der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft e.V. und der Barlachstadt Güstrow gemeinsam mit dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg KdöR und der Gentz und Partner Rechtsanwälte Steuerberaterin mbB.

PROGRAMM (hier als pdf-Datei)

19. SeptemberRegionalbibliothek/Marktplatz 1/Neubrandenburg – 19.00 Uhr
„Meinst Du, die Russen wollen …? – Ein Moskauer Tagebuch“ – Lesung und Gespräch
mit CARSTEN GANSEL
Seit vielen Jahren führen Carsten Gansel Lehraufträge und Archivstudien in russische Städte. ‚Erinnerungskultur und Literatur‘ bildet einen seiner Forschungsschwerpunkte. Sein 2018 erschienenes Moskauer Tagebuch fand in Lesungen und Diskussionen ein großes Echo. In den vergangenen Monaten war der Literaturwissenschaftler wiederum mehrfach in Russland, u.a. in St. Petersburg und Kasan, und konnte sich einmal mehr ein eigenes Bild von den Verhältnissen jenseits der „einfachen Wahrheiten“ (Uwe Johnson) machen. Der Professor für Neuere deutsche Literatur und Germanistische Literatur- und Mediendidaktik an der Univer­sität Gießen wird über diese neuen Erfahrungen und Eindrücke berichten.

23. September Regionalbibliothek/Marktplatz 1/Neubrandenburg – 19.00 Uhr
Eröffnung der Uwe-Johnson-Tage 2019
durch PROF. CARSTEN GANSEL, Vorsitzender der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft, und DR. TILMANN WESOLOWSKI, Uwe Johnson-Bibliothek Güstrow
THOMAS BRASCH: BLEIBEN WILL ICH, WO ICH NIE GEWESEN BIN
Collage für zwei Sprecher (Texte / Szenen / Film)
Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin
– das ist die letzte Zeile eines der bekanntesten Gedichte von Thomas Brasch. Und es ist eine Schlüsselzeile für den Schriftsteller, Dramatiker und Filmemacher. Geboren im englischen Exil der jüdisch-kommunistischen Eltern, aufgewachsen und renitent geworden in der DDR, die er 1976 verließ, kam er auch in der BRD nie an, und erst recht nicht im vereinten Deutschland. In seinen Gedichten, Theaterstücken und Filmen konfrontiert er scharfsinnig, kraftvoll und originell gesellschaftliche Widersprüche in einer Dringlichkeit, die aktueller ist denn je.
In ihrem Debütroman „Ab jetzt ist Ruhe“ erzählt MARION BRASCH die Geschichte ihrer Familie. Jetzt rückt sie ihren großen Bruder Thomas in den Mittelpunkt. Wonach hat er sich gesehnt und woran gerieben? Was trieb ihn weg von seiner Familie und schließlich aus seinem Land? In einer Collage aus Text, Szenen und Film hat sie diese Fragen zu einer Geschichte verwoben, die sie gemeinsam mit ANDREAS KELLER vom Schauspiel Leipzig auf die Bühne bringt.

24. September – Uwe Johnson-Bibliothek Güstrow/Am Wall 2/Güstrow – 19.30 Uhr
„Der Gott jenes Sommers“ –
Lesung und Gespräch mit dem
Johnson-Preisträger RALF ROTHMANN
In seinem Roman schafft es Rothmann, sprachfein und bildgewaltig, mithilfe seiner jugendlichen Protagonistin, die Alltagsgräuel des Krieges einzufangen, welche auch die Überlebenden zu Kriegsopfern machten. Die Jury des Johnson-Preises begründete: „Ralf Rothmanns Kunst besteht darin, dem Individuum Rechnung zu tragen und es zugleich in den gesellschaftlichen Zeitläuften zu verorten, in die es – oft gegen seinen Willen – hineingezogen wird. Das impliziert neben dem Realismus des Erzählens, wie bei Uwe Johnson, die Wort für Wort artikulierte Hoffnung: Das private und allgemeine Verhängnis dürfen nicht das letzte Wort behalten.“

24 September Stadtarchiv/Marktplatz 1/Neubrandenburg 19.00 Uhr
Stützen des Gedächtnisses – Flügel der Fantasie. Gundermann
Lesung und Gespräch mit der Drehbuchautorin LAILA STIELER und dem Herausgeber ANDREAS LEUSINK Moderation: Prof. Carsten Gansel
Im Vorwort schreibt Andreas Leusink: „Mit diesem Lesebuch möchten seine Autoren, Fotografen und der Heraus­geber eine Biografie vorstellen. Ganz und gar nicht vollständig … eher mäandernd“ Das Buch Gundermann. Von jedem Tag will ich was haben, was ich nicht vergesse… enthält viele bisher unveröffentlichte Texte und Fotos, Briefe und Erinnerungen, Dokumente und Interviews. Zugleich gibt es einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des großen Kinofilms GUNDERMANN, der neu auf ein verschwundenes Land blickt.

26. September Uwe Johnson-Bibliothek Güstrow/Am Wall 2/Güstrow 19.30 Uhr
„Die Hungrigen und die Satten“
Lesung und Gespräch mit Timur Vermes
In „Er ist wieder da“ ließ der Autor Hitler auferstehen und legte mit der bitterbösen und mittlerweile verfilmten Satire eines der erfolgreichsten deutschen Debüts vor – nun ist Timur Vermes wieder da und mit nicht minder schwarzhumoriger Satire. In seinem neuen Werk „Die Hungrigen und die Satten“ wandern hunderttausende afrikanische Flüchtlinge nach Deutschland, angeführt von einer TV-Moderatorin und als Fernsehspektakel vom Wohlstandspublikum quotenstark verfolgt.

27. September Schauspielhaus/Probebühne/Pfaffenstr. 22/Neubrandenburg 19.00 Uhr
Verleihung des Uwe-Johnson-Förderpreises an KENAH CUSANIT für ihren Roman „Babel“
Laudatio: KATHARINA BORCHARDT, Literaturredakteurin beim Südwestrundfunk (SWR2), Baden-Baden
Verleihung des Preises durch:
MARKUS FRANK, Gentz und Partner Rechtsanwälte Steuerberaterin mbB
Carsten Gansel, Mecklenburgische Literaturgesellschaft und
KATRIN RACZYNSKI, Vorstand des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg KdöR
Lesung und Gespräch mit KENAH CUSANIT Moderation: MICHAEL HAMETNER, ehemals leitender Literaturredakteur und Moderator bei MDR FIGARO

Wir bitten um Anmeldung.

1. Oktober Regionalbibliothek/Marktplatz 1/Neubrandenburg 19.00 Uhr
Kassandra. Inszenierung des Turmalintheaters nach Christa Wolf
Die Schauspielerin Cornelia Gutermann-Bauer macht als „KASSANDRA“ eine über dreitausendjährige Geschichte beeindruckend sichtbar. Sie entwirft ein facettenreiches Bild griechischer Geschichte und Mythologie.
Als Kriegsbeute des Griechenkönigs Agamemnon wartet Kassandra auf ihren Tod. Sie erinnert sich an die Ereignisse um den Krieg in Troja, an ihre Bemühungen in dieser Vorkriegs- und Kriegszeit als Troerin, als Mensch, als Frau zu leben. Sie schildert das Patriarchat in seinen subtilsten und grausamsten Formen, wie Frauen zum Objekt gemacht werden, wie allmählich ein Feindbild entsteht, wie Konflikte emotionalisiert werden, wie der männliche Begriff der Ehre schließlich den Krieg unvermeidlich werden lässt …
Ein zeitlos-aktuelles Stück über die Entdeckung der eigenen Kraft, der Freiheit im Widerstand gegen Blendung und Betrug. Die eigens für die Bühne geschaffene und von Christa Wolf autorisierte Textfassung stammt von Günter Bauer, der auch Regie führt.

22. Oktober Regionalbibliothek/Marktplatz 1/Neubrandenburg 19.00 Uhr
Biometrie/Chronologie
– Lesung und Gespräch mit THOMAS FINDEISS
Moderation: Dr. Gundula Engelhard
Die ersten beiden Romane von Thomas Findeiss Holy Days und Die Heimat der Schneestürme erschienen in den späten Neunzigern im Verlag Volk & Welt Berlin, dem wichtigsten Verlag für internationale Literatur und zweitgrößten belletristischen Verlag der DDR. Nach dem Verschwinden des Verlags (2001) und seinem Studium an der deutschen Film- und Fernsehakademie arbeitete Thomas Findeiss als Saxophonist in Bands und als Studiomusiker – und hörte nicht auf zu schreiben: Reise-Reportagen, Drehbücher, Romane und immer wieder Gedichte. Der Autor wird aus unveröffentlichten Texten lesen.

Die Mecklenburgische Literaturgesellschaft und die Barlachstadt Güstrow danken dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern, dem Kulturamt der Stadt Neubrandenburg, dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg KdöR und Gentz und Partner Rechtsanwälte Steuerberaterin mbB für die Förderung der Uwe-Johnson-Tage.

Kenah Cusanit erhält den Uwe-Johnson-Förderpreis 2019

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